Risikomanagement
bezeichnet den systematischen Umgang mit Risiken in einem Unternehmen oder einer Organisation. Es umfasst alle Maßnahmen zur Erkennung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken, die den Erreichungsgrad der Unternehmensziele gefährden könnten.
Ziele des Risikomanagements
- Schutz des Unternehmens vor Verlusten oder Schäden
- Sicherung der Existenz und Stabilität des Unternehmens
- Erhöhung der Entscheidungsqualität
- Verbesserung der Unternehmenssteuerung
- Erfüllung gesetzlicher Anforderungen (z. B. KonTraG, BAIT, MaRisk, ISO 31000)
Elemente des Risikomanagementprozesses
-
Risikoidentifikation
Welche Risiken bestehen (z. B. Markt-, Kredit-, Compliance-, Zoll-, IT- oder Umweltrisiken)?
-
Risikobewertung
Wie wahrscheinlich ist der Eintritt und wie hoch ist der mögliche Schaden?
-
Risikosteuerung/-behandlung
Maßnahmen zur Risikovermeidung, -verminderung, -verlagerung oder -akzeptanz.
-
Risikokontrolle/-überwachung
Überwachung von Risiken und Maßnahmen, ggf. Anpassung.
-
Risikokommunikation und -dokumentation
Transparente Kommunikation im Unternehmen und Dokumentation gegenüber Stakeholdern und Behörden.
Ziele des zollbezogenen Risikomanagements
- Vermeidung von Verstößen gegen zoll-, außenwirtschafts- und steuerrechtliche Vorschriften
- Sicherung von Bewilligungen (z. B. AEO, Zolllager, aktiver/passiver Veredelungsverkehr)
- Optimierung von Zoll- und Steuerabgaben
- Vermeidung von Nachforderungen, Strafen und Reputationsverlust
Prozess des Zoll-Risikomanagements
- Identifikation zollrechtlicher Risiken
- Analyse und Bewertung
- Steuerung und Behandlung
- Überwachung und Reporting
- Dokumentation und Kommunikation