One-Stop-Shop (OSS)
ist ein vereinfachtes Mehrwertsteuerverfahren der Europäischen Union, das es Unternehmen ermöglicht, ihre Umsatzsteuerpflichten bei grenzüberschreitenden B2C-Geschäften innerhalb der EU zentral über ein einziges Anmeldesystem abzuwickeln. Dies erleichtert insbesondere E-Commerce-Händlern die Abführung der Mehrwertsteuer, ohne sich in jedem EU-Mitgliedstaat separat registrieren zu müssen.
Wofür wird der OSS genutzt
Der OSS kommt bei grenzüberschreitenden Lieferungen von Waren und Dienstleistungen an Privatkunden (B2C) innerhalb der EU zum Einsatz. Er richtet sich an Unternehmen mit Sitz in der EU sowie an Unternehmen außerhalb der EU die Waren oder Dienstleistungen an EU-Verbraucher verkaufen.
Vorteile des OSS
- Zentrale Anmeldung der Mehrwertsteuer im Heimatland.
- Keine gesonderte Mehrwertsteuerregistrierung in anderen EU-Ländern notwendig
- Quartalsweise Abgabe einer OSS-Umsatzsteuererklärung
- Vereinfachung der umsatzsteuerlichen Pflichten beim EU-weiten E-Commerce
Import OSS
Zusätzlich gibt es den Import-OSS, der die Mehrwertsteuererhebung bei Warenimporten bis 150 Euro aus Drittstaaten vereinfacht.
Relevanz für Unternehmen
Unternehmen, die online grenzüberschreitend an EU-Privatkunden verkaufen, profitieren erheblich vom OSS-Verfahren. Es spart Zeit, reduziert Bürokratie und senkt die Compliance-Kosten bei der Mehrwertsteuer.