Know Your Customer (KYC)
und beschreibt einen gesetzlich vorgeschriebenen Prozess zur Identifizierung und Überprüfung von Kunden. Ziel ist es, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Betrug und Sanktionsverstöße zu verhindern. Der KYC-Prozess ist zentral für Banken, Finanzdienstleister sowie für Unternehmen im internationalen Handel und der Zollabwicklung.
Warum ist KYC wichtig
Im Rahmen der Außenwirtschaft und Exportkontrolle ist es für Unternehmen essenziell, ihre Geschäftspartner genau zu kennen. Durch eine sorgfältige KYC-Prüfung lassen sich Risiken im internationalen Handel, wie Verstöße gegen Embargos, Sanktionslisten oder Dual-Use-Vorgaben, frühzeitig erkennen und vermeiden.
Bestandteile einer KYC-Prüfung
- Identitätsfeststellung: Überprüfung von Ausweisdokumenten bei natürlichen Personen oder Registerauszügen bei Firmen.
- Ermittlung wirtschaftlich Berechtigter: Offenlegung der Eigentümerstruktur.
- Risikobewertung:
Einschätzung von Länder-, Branchen- und Kundenrisiken. - Sanktionslistenprüfung: Abgleich mit EU-, US- und UN-Sanktionslisten.
- Monitoring:
Laufende Überwachung bestehender Geschäftsbeziehungen.
KYC in der Zoll- und Exportpraxis
In der Zollberatung gewinnt KYC zunehmend an Bedeutung insbesondere bei der Vermeidung von Sanktionsumgehungen und der Einhaltung von Compliance-Vorgaben. Unternehmen sind verpflichtet, ihre Kunden und Lieferanten hinsichtlich der Zuverlässigkeit und rechtlichen Unbedenklichkeit zu prüfen.
Häufig genutzte Begriffe im Zusammenhang mit KYC
- Customer Due Diligence (CDD)
- Enhanced Due Diligence (EDD)
- Sanktionslistenprüfung
- PEP (Politisch exponierte Person)
- AML (Anti-Money Laundering)