Kimberley-Prozess (KPCS)
ist ein internationales Zertifizierungssystem, das den Handel mit Konfliktdiamanten (auch bekannt als Blutdiamanten) unterbinden soll. Ziel ist es, sicherzustellen, dass nur legal gewonnene Rohdiamanten in den internationalen Handel gelangen.
Hintergrund
Der Kimberley-Prozess wurde 2003 auf Initiative der Vereinten Nationen und südafrikanischer Staaten eingeführt. Anlass waren Bürgerkriege in Afrika, bei denen Rebellengruppen den illegalen Handel mit Diamanten zur Finanzierung bewaffneter Konflikte nutzten.
Funktionsweise
Teilnehmende Staaten verpflichten sich, nur zertifizierte Rohdiamanten zu exportieren und zu importieren. Jeder Warensendung muss ein offizielles Kimberley-Zertifikat beiliegen, das die konfliktfreie Herkunft der Diamanten bestätigt. Weltweit nehmen über 80 Staaten sowie die Europäische Union am Kimberley-Prozess teil.
Relevanz für den Außenhandel
Für Unternehmen im internationalen Rohstoffhandel gelten besondere Sorgfaltspflichten in der Lieferkette. Beim Import oder Export von Rohdiamanten ist das Kimberley-Zertifikat zwingend erforderlich. Die Einhaltung des Kimberley-Prozesses dient nicht nur der rechtlichen Absicherung, sondern auch dem Reputationsschutz.