Due Diligence
bezeichnet die gebotene Sorgfaltspflicht bei der Prüfung und Bewertung von Geschäftsprozessen, Partnern, Lieferketten und Transaktionen. Im Kontext der Außenwirtschaft und Exportkontrolle ist die Due Diligence ein zentraler Bestandteil der Compliance-Strategie von Unternehmen.
Was bedeutet Due Diligence
Der Begriff stammt aus dem angloamerikanischen Rechtsraum und steht für eine strukturierte Risikoanalyse. Ziel ist es, rechtliche, wirtschaftliche und sicherheitsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben z. B. Embargos, Sanktionen oder menschenrechtliche Sorgfaltspflichten zu vermeiden.
Anwendungsbereiche in der Praxis
- Exportkontrolle & Sanktionen:
Prüfung von Geschäftspartnern auf Embargobestimmungen und Sanktionslisten
(z. B. EU, UN, OFAC). - Lieferkettensorgfaltspflichten:
Einhaltung der Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und der EU-Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD). - Zoll-Compliance:
Bewertung von Lieferanten- und Ursprungsnachweisen zur Vermeidung von Zollverstößen und Strafzahlungen. - Know Your Customer (KYC):
Identitäts- und Hintergrundprüfung von Geschäftspartnern im Rahmen der Geschäftsanbahnung.
Warum ist Due Diligence wichtig
Eine fehlende oder unzureichende Due Diligence kann für Unternehmen schwerwiegende Folgen haben von Bußgeldern über Reputationsverlust bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen. Gleichzeitig stellt sie einen essenziellen Bestandteil eines funktionierenden internen Kontrollsystems (IKS) dar.